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Crowdfunding! Die Vor- und Nachteile

Aktualisiert: 3. Juli 2019

Crowdfunding – ein viel geschriebenes und besprochenes Wort. Kurz gesagt geht es darum, dass eine (bestenfalls brillante) Idee aufgrund fehlenden Kapitals nicht entwickelt werden kann. Nun wäre es natürlich schade, wenn es daran scheitert und genau deshalb wurden Crowdfunding-Plattformen eingeführt. Man stellt dort sein Projekt vor und hofft auf die Finanzierung durch die «Crowd» - der breiten Masse der Gesellschaft.


Klingt super und unkompliziert, man möchte direkt starten! Doch halte kurz inne, mache dich mit den Aspekten des Crowdfunding vertraut und wäge anhand dieses Beitrages die Vor- und Nachteile ab.



Vorteile


Vorbereitung deckt Fehler auf

Das Projekt muss im Vornherein sehr gut durchdacht werden, um die Crowdfunding-Kampagne erfolgreich werden zu lassen. Halb fertige Pläne und unausgereifte Ideen möchte keiner unterstützen. Die gezielte Auseinandersetzung mit dem eigenen Businessplans zeigt die benötigten Ressourcen auf.


Marketing und Kapitalbeschaffung gleichzeitig

Durch die Veröffentlichung auf einer Crowdfunding-Website steigert sich der Bekanntheitsgrad und du merkst schnell, ob dein Produkt auf Anklang stösst. Die Unterstützer identifizieren sich damit und werden meist zu Kunden. Teilweise können die Crowdfunding-Aktionen zudem zu viralen Phänomenen werden und so einen immensen Werbeeffekt haben.


Mehr als nur Geldgeber

Die Unterstützer sind nicht als reine Geldgeber zu betrachten, da viel mehr dahinter sein kann. Sie können hilfreiche Tipps oder spannende Netzwerke mitbringen, um die Entwicklung weiter voran zu treiben. Nicht selten entsteht eine regelrechte Community die auch lange nach der erfolgreichen Finanzierung noch aktiv ist und dein Vorhaben unterstützt.


Weniger kompliziertes «blabla» vor dem Starten

Gewöhnliche Finanzierungsmethoden ziehen viel mehr formalen Papierkram mit sich, welcher oft schwer verständlich und äusserst umfangreich ist und meist mit hohen Beratungskosten verbunden ist. Die Abwicklung eines Crowdfundings hingegen ist einfach und intuitiv gestaltet.


Bleibe dein eigener Chef

Die Entscheidungsgewalt bleibt immer bei dir - dem Gründer (ausgenommen davon ist die Variante «Crowd-Investing»)


Nachteile


Ziel verpasst – Geld weg

Wenn man den im Voraus gesetzten Betrag nicht erreicht, gibt es kein Geld. Was bleibt ist der Werbeeffekt und vielleicht die Erkenntnis, woran das Projekt scheitert bzw. warum es auf wenig Anklang stösst.


Deine Idee im WorldWideWeb

Bevor das Kapital zur Entwicklung überhaupt zusammen ist, muss eine detaillierte Beschreibung deiner Idee online gestellt werden. Dies birgt das Risiko eines Ideenklaus.


Vorher nur Gründer, jetzt auch SocialMedia Experte

Sobald dein Projekt online ist solltest du eine regelrechte SocialMedia Kampagne starten. Denn ohne Visibilität wird dein Crowdfunding nicht durchstarten. Und auch während dem Founding möchte deine Crowd ständig mit News bei Laune gehalten werden.


Liquide Mittel sichern

Nebst dem Kapital für die Entwicklung des Projektes, muss auch Geld für nach der Gründung vorhanden sein. Ein einmaliger Liquiditätsengpass kann eventuell noch abgefangen werden, doch häuft sich dies, kann das Unternehmen nicht wachsen.


Präsentationstechniken – dein nächstes Weiterbildungsthema

Der Pitch ist einer der wichtigsten Schritte im Crowdfunding. Dieser muss gut durchdacht und visualisiert werden. Das Erstellen von Präsentationen, Bildern, Videos und Texten braucht Zeit und eine kreative Ader. Alles muss sitzen (ausser deine Crowd, die soll stehen und klatschen)!


Die Entscheidung für oder gegen die Finanzierung durch ein Crowdfunding, muss jeder individuell treffen. Keinesfalls kann man hier Verallgemeinerungen machen.


Garantiert ist: Es startet immer mit einer Idee – also lass deiner Kreativität freien Lauf und los geht’s.

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